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24.09.2009 Biomasseanlage mit 1.000 Kilowatt-Leistung in Tirschenreuth

Die Gebäude Missionshaus St.-Peter, Krankenhaus, Landwirtschaftsschule und AOK werden von einem gemeinsamen, zentralen Biomassekessel beheizt. Diese Anlage, mit einer Leistung von 1.000 Kilowatt, ist im benachbarten Marthaheim des Missionshauses St. Peter untergebracht. Nur ein Edelstahlkamin und die beiden großen Metallabdeckplatten der Hackschnitzelbunker am Boden verraten, welch enorme Heizleistung sich hier im Keller versteckt. Ein Teil der Räume werden vom Kinderschutzbund genutzt.
Ein kleiner Rückblick: Ende 2008 wurde der 24 Tonnen schwere Biomassekessel mit einem Kran durch einen passgenauen Mauerdurchbruch in den Keller des Marthaheimes eingesetzt. Dipl.-Ing. Diana Hehenberger, Geschäftsführerin der KEWOG Energie und Dienste GmbH, lobte ausdrücklich diese Millimeterarbeit. Derzeit werden vom Tirschenreuther Unternehmen deutschlandweit Energie-Contracting-Projekte betreut; davon befinden sich viele Anlagen in Hessen. Die Biomasseanlage im Marthaheim ist eines der größeren Objekte mit einem Investitionsvolumen von ca. 900.000,00 €. Mit dieser Heizung könnten rund 300 Einfamilienhäuser versorgt werden.
Die Bunker sind im Boden vor dem Marthaheim versenkt und haben ein Fassungsvermögen von 240 Kubikmeter. Der Inhalt reicht bei Volllast des Kessels für vier bis fünf Tage aus. Für die Hackschnitzellieferung wurde als Partner eine Firma aus dem Landkreis gewonnen, welche den Rohstoff von einheimischen Waldbauern bezieht. Somit erhält man die Wertschöpfung in der Region. In Spitzenlastzeiten oder bei einem Ausfall können jederzeit bereits vorhandene Ölkessel zugeschaltet werden. Die Wärmeverteilung an die einzelnen Objekte erfolgt über ein bereits bestehendes Fernwärmenetz.
Abgerechnet wird mit den Nutzern von der KEWOG Energie und Dienste GmbH ein so genannter Vollwärmepreis, welcher sich aus den Betriebs- und Nebenkosten sowie dem Kapitaldienst für die Investition zusammensetzt. „Bereits beim Brennstoff spart man im Vergleich zum Öl rund 50 Prozent ein“, so Geschäftsführerin Diana Hehenberger. Die Anschaffungskosten der Anlage werden auf 20 Jahre und alle Abnehmer verteilt. Daraus resultiert lt. Hehenberger die größte Kosteneinsparung. Alleine das Krankenhaus hätte in den nächsten Jahren viel Geld in neue Heiztechnik investieren müssen.

Bilder + Texte: eigene Quelle
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